Dosisreferenzwerte CT

Sehr geehrte Damen und Herren.

Die aktuellen DRW des BfS geben vor:
Halswirbelsäule Knochen CTDI 20 mGy
Lendenwirbelsäule Knochen CTDI 10 mGy.

Beide Werte beziehen sich auf das 32 cm Körperphantom.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso im HWS Bereich, der bis auf den cervico-thorakalen Übergang, dünner ist als die LWS, der CTDI Wert doppelt so hoch sein darf.
Mit der Bitte um Stellungsnahme verbleibe ich
mfG
Kerstin Erny

k.erny
Sehr geehrte Anfragerin, zunächst hat uns das auch überrascht. Aber wenn man sich die CT-Untersuchungen des Halses mit Verwendung der Dosismodulation ansieht, so erkennt man, dass die mAs-Produkte vom mittleren bis unteren HWS-Bereich bis um den Faktor 5 variieren (40 bis über 200 mAs bei 130 kV). Da man die Schultern nicht herausnehmen kann, ist hier der Patientendurchmesser größer als bei der LWS, bei deren Untersuchung die Arme nach oben genommen werden können. Deshalb benötigt man die vergleichsweise hohe HWS-Dosis und somit auch den entsprechend hohen CTDI-Wert. Wir sind uns nicht ganz sicher, wie der CTDI bei der Dosismodulation definiert ist. Wir nehmen mal an, dass es ein Mittelwert ist. Mit freundlichem Gruß K. Ewen
Klaus Ewen

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