Bildempfängerdosis pädiatrische Radiologie Leitlinien2022

Sehr geehrtes Expertenteam,

"früher" hieß es bei uns pauschal: Röntgen bei Kindern am Körperstamm in der Regel mit SC800 (von Ausnahmen abgesehen), angelehnt an die Leitlinien von 2007.

Neue Leitlinien von 2022 am Beispiel Hüfte/Oberschenkel: unter pädiatrische Besonderheiten ist die Bildempfängerdosis nicht extra aufgeführt. Ist es richtig, dass in diesem Fall die Bildempfängerdosis gilt, die bei Erwachsenen aufgeführt ist, also 2,5 (5)?

Wie muss ich den Wert in Klammern verstehen? Anpassen an die jeweilige Situation/Fragestellung?

Vielen Dank für eine gelegentliche Rückantwort.

 

 

 

 

 

Pedro2023

Sehr geehrte Fragesteller/in,

in der Tat gibt es eine pauschale Festlegung wie in der Leitline 2007 nicht mehr. Allerdings gibt es im A-Teil (z.B. II.8) Hinweise die Abschaltdosis in der Pädiatrie deutlich niedriger zu wählen. Das sollte man immer auch mit berücksichtigen. Sie sollten auch nicht aus den Augen verlieren, das neben der Leitlinie die Referenzwerte des BFS natürlich auch eingehalten werden müssen. Dies sorgt im vielen Fällen dafür, das niedrigere Abschaltdosen verwendet werden müssen.

Sie haben recht mit der Vermutung, das bei fehlenden Angaben unter pädriatisch Besonderheiten erst einmal der entsprechende Erwachsenenwert gilt. Dies ist allgemein so zu sehen und nicht nur für die Bildempfängerdosis.

Die Klammerwerte sind als absolute Maximalwerte zu verstehen, während die Werte ohne Klammern als Zielwerte und nicht als Minimalwerte zu verstehen sind. Das heißt im Allgemeinen soll 2,5 mGy oder geringere Werte als Detektordosis verwendet werden. Für spezielle Fragestellungen oder Situationen ist es aber durchaus erlaubt bis zu 5 mGy heraufzugehen.

Ich hoffe die Antwort hilft Ihnen weiter.

 

mfg

 

Bernhard Renger

Bernhard Renger

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