Wie verhalten bei erhöhtem DRW?

Hallo Expertenteam Forum Strahlenschutzrecht,

bei einem LWS CT postoperativ über mehrere Segmente ergab sich ein DRW von 33,59 mGy und ein DLP vom 870 mGy/cm. Der Patient war sehr adipös, er hatte eine dorsale Spondylodese über mehrere Segmente erhalten (also Metall), es ging um die  korrekte Schraubenlage.

Der DRW für die LWS CT ist ja 10 mGy, das DLP 180 (für Knochen). Nun ist der gemessene DRW ja 3  fach erhöht. Wie soll man sich verhalten? Sicherlich mAs und kV reduzieren, besteht Meldepflicht oder nicht?

Hatte übrigens mal mit unserem Applikationsassistenten der Firma gesprochen. Das Problem mit hohen Werten hätten gar nicht mal so wenig Kunden der Firma.

Viele Grüße!

Louis Chevalier

Sehr geehrter Herr Chevalier,

Entscheidend ist die Überschreitung des DRW um einen Faktor 3. Damit haben Sie die Aktionsschwelle für die Gruppenbetrachtung erreicht. Die Meldeschwelle für Einzelpersonen (CTDI=80 mGy) haben Sie nicht erreicht. 

Nächster Schritt wäre jetzt die Überprüfung der letzten 20 Untersuchungen gleichen Typs. Sollte hier der DRW um Faktor 2 überschritten sein, ist der Fall meldepflichtig. Siehe auch anhängende Tabelle zu den bedeutsamen Vorkommnissen.

Unabhängig davon rate ich dazu das Protokoll und den richtigen Einsatz der Dosismodulation mit Ihrem MPE zu besprechen.

 

Mit freundlichen Grüßen

H. Lenzen

hlenzen

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